13.04.10 Wirtschaft profitiert von Handball EURO

Foto: Campus02 / Melbinger

Die Handball EURO 2010 in Graz war nicht nur sportlich sondern auch wirtschaftlich ein voller Erfolg, wie die regionalwirtschaftliche Analyse der FH CAMPUS 02 beweist. Die großen Gewinner sind der Tourismus und die Gastronomie, insgesamt wurden über 5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Im Auftrag des Steirischen Handballverbands und des lokalen Organisationsteams der Handball EURO 2010 in Graz hat die FH CAMPUS 02 in einer Wirtschaftsstudie Zahlen, Daten und Fakten über die wirtschaftliche Rentabilität der EURO erhoben.

Am Spielort Graz wurden über fünf Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. In der EUROWoche (18. bis 24. Jänner)  waren rund 5.600 Gäste in Graz (80 Prozent aus Kroatien, 10 Prozent aus Norwegen, 10 Prozent aus anderen Nationen). Viele Gäste waren das erste Mal in Graz. 67 Prozent aller ausländischen Gäste gaben an, Graz und die Steiermark wieder zu besuchen. Im eher schwachen Tourismus-Monat Jänner brachte die Handball EURO 6.100 zusätzliche Nächtigungen im Großraum Graz, womit Hotellerie und Gastronomie profitierten. Durch die Handball EURO werden zudem im Großraum Graz rund vier Millionen Euro zum regionalen BIP (Bruttoinlandsprodukt) generiert.

Die Stadt Graz und das Land Steiermark förderten die Handball EURO am Spielort Graz mit insgesamt 335.000 Euro. Durch das Verhältnis von Förderungen zum Gesamtumsatz ergibt sich, dass ein Euro Förderung 15 Euro Umsatz in der Wirtschaft ausgelöst hat. Über Steuern und Abgaben wie der Umsatzsteuer, Mineralölsteuer und Tourismusabgabe sind pro geförderten Euro 2,70 Euro zurück in die Kassen der öffentlichen Hand geflossen.

Die Förderung von Handball-Events zahlt sich somit auch für die Politik aus, sagt auch der Grazer Sport-Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg: „Darüber hinaus konnte sich die Stadt Graz einem internationalen Publikum als Sportstadt und attraktive touristische Destination präsentieren.“ Auch die beiden Handball-Präsidenten sehen Sport und Wirtschaft einhergehen. ÖHB-Präsident Gerhard Hofbauer: „Die Handball EURO ist das Top-Ereignis im österreichischen Sportkalender 2010 und hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch ein Wirtschaftsfaktor ist.“ Dieser Meinung schließt sich der steirische Handballpräsident Frank Dicker an: „Der Handballsport ist aus seinem Schatten getreten und hat nicht nur gezeigt, welche Begeisterung und Emotion in ihm steckt, sondern auch wie Handball-Events die regionale Wirtschaft beleben.“ Der Geschäftsführer der FH CAMPUS 02, Mag. Dr. Erich Brugger freut sich mit dem Handballsport über die tollen Ergebnisse und zeigt auf wie

wichtig starke Partner in Forschung und Entwicklung sind: „Das Projektteam des Studiengangs Rechnungswesen und Controlling hat in den letzten Wochen und Monaten intensiv geforscht und gezeigt, dass die FH CAMPUS 02 ein starker Partner der Wirtschaft ist.“