Ganzheitliches Handballtraining

Foto: Roswitha Reichmann

In meiner nun schon fast 40 Jahre dauernden Trainertätigkeit hat sich eine Trainingsphilosophie entwickelt die ich mit dem Wort „Ganzheitlich“ bezeichnen will. Immer wieder habe ich meine Ansätze in den letzten Jahren abgeändert, habe Adaptierungen vorgenommen, habe scheinbar unzerstörbare Trainingsdogmen über Board geworfen, neue Ideen entwickelt, gefeilt und modifiziert. Auch die jetzt formulierte Trainingsphilosophie ist keine endgültige. Immer wieder stehen meine Ideen und Überzeugungen auf dem Prüfstand der Praxis und halten dann einer detaillierten Betrachtungsweise nicht mehr stand. Es Beweis mehr, das Handball lebt, dass auch ein Trainer nie ausgelernt hat und gut daran tut sich immer wieder selbst und seine Lehrmeinung in Frage zu stellen. Eines jedoch ist geblieben: im Mittelpunkt meiner Philosophie wird immer der Mensch als Wesen, bestehend aus Körper- Geist- und Seele sein. Trainer sein heißt für mich auf jene Menschen einzugehen, die Handball lernen wollen.

Ganzheitliches Handballtraining heißt für mich nicht nur, dass alle Komponenten des Handballspiels Lauf, Sprung und Wurf ständig im Training geschult und geübt werden, sondern auch das harmonische Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele berücksichtigt und gefördert werden.

Mündige SpielerInnen

Im Mittelpunkt meines pädagogischen Ansatzes steht die Ausbildung von mündigen SpielerInnen die befähigt sind situationsspezifische Entscheidungen auf dem Spielfeld zu treffen um so zum Erfolg zu kommen (Tore erzielen und Tore verhindern). Dabei lege ich besonderen Wert, dass Elemente der Andragogik (der Pädagogik vom lebenslangen Lernen) miteinfließen. In der Andragogik wird dem Wunsch nach selbstgesteuerten Lernen Rechnung getragen, hier können die Auszubildenden ihre persönlichen Erfahrungen in den Lernprozess einbringen. Warum ich Elemente der Andragogik in meiner Trainingsarbeit benutze, die hauptsächlich in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden, liegt im Motivationsfaktor. Um mündige SpielerInnen auszubilden, die einmal selbstständig im Spiel situationsspezifisch richtige Handlungen zu setzen in der Lage sind, ist es notwendig ihnen in der Ausbildung die nötige Wertschätzung und Aufmerksamkeit zu widmen. Alle SpielerInnen müssen das Gefühl haben, dass sie zur Mannschaft gehören und ein wichtiger Teil des Ganzen sind. Das ist das Feld auf dem Teams wachsen können, Egoismen hinangestellt werden und der Mannschaftsgeist gedeiht.

 

Balance und „Flow

 Unbedingt zu vermeiden ist die Über- und Unterforderung der SpielerInnen im Training. Um die Chance auf Wachstum und Reifung der SpielerInnen nicht zu gefährden, das individuelle Lernen zu forcieren darf weder Stress (durch Überforderung) noch Langeweile (durch Unterforderung entstehen. Gemeint ist damit die Balance, den so genannten „flow“ wie er jetzt genannt wird zu fördern. Gemäß meiner Sportartanalyse beziehen sich die Anforderungen einzig in den Bereichen Schnelligkeit und Technik mit dem Ball. Mehr- und Selbstwert im Handballspiel zu vermitteln, sowohl im Training als auch im Spiel ist speziell im Nachwuchs, bei inhomogenen Gruppen wie Auswahlmannschaften, bei Leistungssportlern im Amateurbereich und bei Hobbysportlern äußerst wichtig. Im Spitzensport ist „flow“, die Geheimwaffe von Trainern mit nominell schwächeren Mannschaften (wie z. B. Balingen in der deutschen Bundesliga), durch taktisches Geschick und mentaler Stärke gegen Teams mit höheren Budgets zu bestehen.

Nicht zu vergessen sind Erkenntnisse der Psychomotorik, die speziell in der Vorpubertät und Pubertät eingesetzt werden können und auch müssen, um die soziale Kompetenz der SpielerInnen zu entwickeln und zu  fördern.

Altersadäquate Traingsinhalte

Auf rein körperlicher Ebene bedeutet für mich ganzheitliches Training dass besonders auf die alterspezifische, individuelle, körperliche  Entwicklung Rücksicht genommen wird. Altersadäquate Trainingsinhalte bedeuten für mich in der Nachwuchsarbeit, die spielerischen Elemente, den natürlichen Bewegungsdrang und gruppendynamischen Effekte für die Trainingsarbeit auszunutzen. Monotone Einzeltrainings und Einheiten um allein die Ausdauer zu erhöhen haben im ganzheitlichen Handballtraining ebenso wenig verloren wie sportwissenschaftlich völlig wertlose Coopertests und Straftrainings im hohen anaeroben Bereich. Da für mich das Spiel im Mittelpunkt des Handballs steht sollte der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen. Man könnte auch Handball „arbeiten“ wie es zum Beispiel in Deutschland und einigen ehemaligen Ostblockstatten wie Russland üblich ist: Ich persönlich bevorzuge die (yugo)slawische Interpretation des Spiels, mit spielerischer Leichtigkeit, „Schmäh“ und „Spaß“.

Selbstverständlich müssen dabei die orthopädischen Gesichtspunkte berücksichtigt werden, auf die Unfallverhütung und Verletzungsvermeidung besonders geachtet werden. Ganzheitliches Training sollte immer auch Elemente zur Verletzungsprohylaxe beinhalten.

Mehrwert an Beweungserfahrungen

Übergeordnetes Ziel des ganzheitlichen Handballtrainings ist ein Mehrwert an Bewegungserfahrungen. So viele Bewegungsmuster wie möglich sollen dabei neurologisch abgespeichert werden. Da der Handball zu den schnellen und körperbetonten Sportarten zählt, bei denen azyklische Bewegungen, stop and go, schnelle Richtungsänderungen, ständig wechselnde Spielsituationen an der Tagesordnung sind, muss dieser Bewegungsreichtum im Training ständig gefordert und gefördert werden.

Gemäß meiner persönlichen Sportartanalyse ist Handball eine reine Schnelligkeitssportart. Und zwar eine Schnelligkeitssportart mit Ball. Ein Training ohne Ball, gezieltes Ausdauertraining oder gar spezifisches Krafttraining hat in der Wettbewerbsphase nichts verloren und sollte auch in der Vorbereitungsphase nicht übermäßig betrieben werden. Es gibt genügend spielerische Trainingsformen in denen diese Aspekte wie Kraft und Ausdauer mittrainiert werden können, aber so, dass darunter die Schnelligkeit nicht leidet. Ich nenne das Kräftigung und sportartspezifische Ausdauer, da die klassischen Begriffe aus der Trainingslehre wie Kraft, Ausdauer, Schnellkraft in der azyklischen, reinen Schnelligkeitssportart keine Gültigkeit haben können.

Aufwärmen ist immer Techniktraining

Ein weiterer Schwerpunkt in meiner Trainingsphilosophie ist die Technik, das Beherrschen des Spielgerätes, des Balles, der bekanntlich als größter Feind der SpielerInnen gilt, es aber nicht sein muss.

Wer einmal ein Trainingslehre Buch von innen gesehen hat, der müsste es eigentlich wissen. Die Technik einer Bewegung lernt man am leichtesten vor der Pubertät. Das gilt auch im Handball und zwar nicht nur für Lauf, Sprung und Wurf sondern im Speziellen für Fangen, Passen und Werfen. Diese Grundelemente gehören zum Handball wie Absprung und Landung beim Schispringen. Ich versuche beim Training bei allen Übungen die Technik-Komponente nicht zu kurz kommen zu lassen. Aufwärmen ist immer Techniktraining, Torleute aufwärmen ist immer Techniktraining, sowohl für die Werfer als auch für die Torleute. Um Stress-Situationen gegenüberzustehen müssen wir nicht auf Wettkämpfe warten. Diese Situationen können ganz einfach auch im Training simuliert werden. Damit wird das situationsspezifische Entscheidungsverhalten geschult.

Alles bewegt sich

Bei jedem Training versuche ich Stillstand zu vermeiden. Alle Trainingsteilnehmerinnen sollen sich ständig bewegen, sollten immer beschäftigt werden. Erholungs- und Ruhepausen ausgenommen. Es hat wenig Sinn, wenn sich zwei SpielerInnen bewegen und zehn untätig zuschauen. Bei der Zusammenstellung der Übungen sollte speziell darauf geachtet werden, dass alle TrainingsteilnehmerInnen gefordert sind. Da ist Phantasie gefragt bei den Übungen.

Spielphilosophie

Die leichten Tore entscheiden ein Handballspiel, daher sollten meine SpielerInnen in der Lage sein diese leichten Tore gegen eine noch nicht formierte Abwehr zu erzielen. Es ist ungleich schwerer gegen eine stehende, organisierte Abwehr ein Tor zu erarbeiten als sich ein leichtes Tor im Tempogegenstoß, erste, zweite, dritte Welle zu erspielen.

Dafür ist allerdings eine gut organisierte Abwehrarbeit notwendig, ein ballorientiertes Deckungssystem, dem es gelingt, den gegnerischer Angriff so zu stressen, dass es zu Fehlwürfen, Fehlpässen oder sonstigen Ballverlusten kommt.

Nicht nur aus psychologischen Gründen habe ich aus dem Kindertraining die 3:3 Abwehr als Grundlage meiner Abwehrphilosophie gewählt. Diese besteht in der Regel aus zwei direkt an den GegenspielerInnen orientierten 3er-Abwehrreihen, drei am eigenen Torraum, drei vorgezogen meist auf Höhe der Neunmeterlinie. Alle SpielerInnen haben direkte GegenspielerInnen für die sie verantwortlich sind, dies ist besondern beim jüngsten Nachwuchs von Vorteil. Durch die klare Zuordnung gibt es eigene Verantwortungsbereiche. Niemand kann sich aus der Verantwortung davonstehlen, sich im Kollektiv einer 6:0 Abwehr verstecken. Je geringer die Spielstärke des Gegners desto größer der Abstand der beiden 3er Ketten. Ist der Gegner stärker, fällt die vordere 3er-Kette zurück und kann ansatzlos in jedes andere Deckungssystem (1:5, 2:4, 6:0, 5:1, 5+1, 4:2, 4+2 usw.), übergeführt werden. Durch die beiden 3er Kennten lernen die SpielerInnen individuelles Abwehrverhalten 1:1, können lernen die Schnittstellen in

Teamwork in der Abwehr

Zusammenarbeit mit den NebenspielerInnen zu verteidigen, erkennen wie wichtig das Teamwork in der Abwehr ist. Bei der Erarbeitung der 33-Deckung, wie ich sie nenne, denn andere Deckungssysteme klingen zu kompliziert wie slowenisches 3:2:1, kroatisches 5:1, slowakische 4:2 oder schwedisches 6:0, geht es mir um die individuelle und auch kollektive Schulung des Abwehrverhaltens mit einigen technischen Prämissen die im Training ständig zu erarbeiten sind:

die Hände zur Abwehr befinden sich im vor dem Körper (Verkehrspolizisten gehören auf eine Straßenkreuzung und nicht auf ein Handballspielfeld),

der Schwerpunkt ist immer vor dem Körper, der Körper ist immer in schräger Schrittstellung wobei jene Hand und jener Fuß vorne sind die in Richtung Wurfarm der AngreiferInnen deuten,

Abwehrarbeit ist Beinarbeit und Kopfarbeit und nicht Handarbeit, wir versuchen rechtzeitig vor den AngreiferInnen an jenen Ort zu sein wo sie hinwollen, wir laufen ihnen den Weg ab, stellen sie im Raum und zwingen sie somit zu Fehlhandlungen (Fehlwurf, Fehlpass, technischer Fehler).

Bein-, Kopf- und Armarbeit

Diese Arm-Technik gilt in groben Zügen auch für die Torleute. Keine Verkehrs-Polizisten-Stellung mit seitlichen gestreckten Armen. Arme sind vor dem Körper leicht angewinkelt über Kopfhöhe. Die Streckung des Ellbogens ist nicht nur technisch falsch sondern auch kontraproduktiv und führt zu chronischen Verletzungen im Ellbogen. Bei AnfängerInnen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass nicht nach dem Ball geschlagen werden soll (Verletzungsgefahr).

Die Torleute haben grundsätzlich, bei organisierter Deckung, nur jene Bälle zu halten, die in (haltbarer) Körpernähe auf das Tor kommen, jene Bälle die technisch mit beiden Armen und Händen abgewehrt werden können. Da die Ausbildung der gegnerischen WerferInnen in technischer Hinsicht immer besser wird, muss vor einem ständigen Attackieren der auf das Tor kommenden Bälle gewarnt werden.

Auch hier ist es von Vorteil mit guter Beinarbeit zu versuchen die Richtung des Balles vorauszuahnen.

Handballspiel als Persönlichkeitsentwicklung

Meine Hauptaufgabe als Trainer ist es die SpielerInnen in ihrer handballerischen Entwicklung zu begleiten ihnen zu helfen, ihnen ständig persönliche Erfolgserlebnisse zu vermitteln und nicht zu überfordern. Es ist auch ein Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung. Wichtig ist dabei von SpielerInnen im Wettkampf nicht „Dinge“ zu erwarten und verlangen, die sie im Training nicht gelernt haben. Daher ist es auch wichtig im Training Stress-Situationen zu üben. Mein Lieblingsbeispiel dafür ist ein angezeigtes passives Spiel. Die Abwehr weiß jetzt muss der Wurf kommen, aber die Nerven versagen - es fällt ein „Tor mit Ansage“.

Die Förderung von Eigenverantwortung, das bewusste setzen von Entscheidungen gehören ebenfalls zur Trainingsarbeit. Dabei lernen die SpielerInnen zu getroffenen Entscheidungen zu stehen, für ihr Tun und Handeln Verantwortung zu übernehmen und nicht Ausreden für das persönliche Versagen zu suchen.

Plan B, Plan C, Plan D …..

Mannschaften die sich auf Schablonen konzentrieren gewinnen keine Meisterschaften. Entmündigte SpielerInnen sind zwar pflegeleichter aber sie sind nicht in der Lage in Stresssituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Spielsituationen, die keinen Plan B zulassen sind zu vermeiden. Dazu gehören Passes mit hängenden Fingern, Würfe aus der Längsrotation, Alibipässe zu gedeckten SpielerInnen, sich darauf zu berufen, es war nicht mein(e) Gegenspieler(in). Gegen jedes Spielsystem, egal ob in Angriff oder Deckung gibt es ein Gegenmittel. SpielerInnen, die befähigt sind aus einer Auslösehandlung mehrere Varianten, je nach Verhalten der GegnerInnen spielen zu können sind erfolgreicher als entmündigte RoboterInnen die nur nach Schema spielen können.

Schnittstellenphilosophie

Hauptziel meiner Spielphilosophien in Abwehr und Angriff sind die Schnittstellen, jene Schwachstellen, die jedes System hat.

In der Abwehr heißt das, dass wir lernen Schnittstellen effektiv zu verteidigen, zum Beispiel durch Aushelfen, im Angriff bedeutet dies die Schnittstellen des Gegners schonungslos anzugreifen und geduldig auf die 1:1-Situation gegen den schwächste Stelle der gegnerischen Abwehr, beziehungsweise eine Überzahlsituation zu warten.

In diesem Konzept spielt auch das Umkehrspiel eine wesentliche Rolle. Das Umschalten von Angriffs- auf Abwehrverhalten und umgekehrt aus der Abwehr einen torgefährlichen Konterangriff einzuleiten, das sind Inhalte die in die tägliche Trainingsarbeit einfließen müssen.

Pass-, Fang- und Wurftechnik

Die oberste Maxime in der Balltechnik bilden die biomechanischen Bewegungsamplituden der Gelenke, besonders des Schulter- und Handgelenks. Um die größtmögliche Bewegungsfreiheit des Handgelenks auszunützen zeigen beim Passen und Werfen die Fingerspitzen immer nach oben. Dies ermöglicht den Ball in alle durch die Beschaffenheit des Gelenkes vorgegebenen Richtungen bewegen zu können. Das „mobile Handgelenk“, bei dem die Fingerspitzen immer nach oben zeigen sollen, erhöht die Wurf- und Passgenauigkeit. Dies geht zwar auf Kosten der Wurfstärke, doch spielt der Faktor Kraft beim Nachwuchs, speziell bei den Mädchen, anfangs so gut wie keine Rolle. Diese Wurftechnik ist die Grundvoraussetzung meines Konzeptes vom „jump-look-shot“. Vieler SpielerInnen wissen, vor allem im Nachwuchsbereich, bereits vor dem Wurf wohin sie werfen werden. Die Abwehraktionen von Verteidigung und Torleuten werden ignoriert, das Erfolgserlebnis (erfolgreicher Torwurf) ist gefährdet.

Beim Wurftraining sollte daher besonders geachtet werden, dass zwischen dem Absprung und dem Wurf noch genügend Zeit bleibt, das die SpielerInnen einen „Überblick“ auf die Abwehrreaktion bekommt, den Wurf variieren kann beziehungsweise Plan B, Plan C … anwenden kann.

 

Teamgeist

„Trainer, die nur die Grundaufstellung spielen lassen, sind einfach nur dumm“, sagt nicht nur Balingen-Trainer Rolf Brack und ich kann diese Aussage nur unterstreichen. Wozu kann ich 14 SpielerInnen aufstellen, wenn ich nur eine handvoll zum Einsatz bringe? Handball ist eine Schnelligkeitssportart und dementsprechend sollte so oft wie möglich,  und auch körperlich notwendig, gewechselt zu werden, damit das Schnelligkeitsniveau nicht sinkt. In jedem Spiel, egal in welcher Leistungsstufe gibt es immer wieder Phasen in denen man selbst die leistungsschwächsten KaderspielerInnen zum Einsatz bringen kann. Wozu hat man sie schließlich aufgestellt? Oder dürfen sie erst dann spielen wenn die Stars verletzt oder ausgeschlossen sind?

Was nützt es wenn speziell beim Nachwuchs dioe Grundsieben immer besser wird, aber die zweite Garnitur überhaupt keine Spielpraxis bekommt.

Die big points

Handballspiele werden durch die „big points“ entscheiden. Wem gelingt es in den entscheidenden Spielphasen die richtigen Akzente zu setzen? Wer bewahrt im entscheidenden Augenblick die Nerven? Auch diese Stresssituationen können und müssen trainiert werden und auf ihre Wettkampftauglichkeit überprüft werden. Entscheidungsverhalten muss bereits im Nachwuchsalter geübt werden und zwar nicht nur von dem einen oder anderen Alphatierchen. Die Verantwortung für das Spiel sollte schon frühzeitig auf möglichst viele Schultern verteilt werden. Auch die Nummer 14 gehört zur Mannschaft und verdient, Aufmerksamkeit Respekt und Wertschätzung durch TrainerInnen und MitspielerInnen. SpielerInnen die nicht zum Team gehören sind immer die Schwachstellen der Mannschaften.