27.08.09 HLA-Vereine brennen auf Saisonstart!
Wenige Tage vor dem Start in die HLA-Saison 2009/10 formulierten am Mittwoch die Vertreter der zehn Teams auf einer Pressekonferenz im Wiener Hotel „Mercure“ ihre Zielsetzungen bzw. gab Liga-Präsident Hans Wolff die Top-Facts zum Auftakt preis.
Der Transfermarkt entwickelte sich in der Sommerpause überaus turbulent. Die Vereine gaben insgesamt 41 Neuzugänge bzw. 46 Abgänge bekannt. UHK Krems holte gleich sieben Spieler, gab allerdings auch zehn ab. Alles in allem wurden für die kommende Saison 180 Spieler gemeldet, 32 davon sind Legionäre. Zu so gut wie keine Änderungen kam es bei den Trainern. Einzig in Innsbruck wurde die Verantwortung zwischen Chef- (Stefan Öhler) und Co-Trainer (Valdis Labanovskis) getauscht. Heuer nach einer Saison in der Bundesliga wieder erstklassig ist die SG Spigo Handball West Wien, nicht mehr in der HLA spielt UHC Interwetten Gänserndorf.
SG Spigo Handball West Wien
„Wir haben bereits nach dem Abstieg begonnen, langfristig zu denken. In der kommenden Saison wollen wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Das Ziel ist das Erreichen des Meister-Playoffs“, erklärte SG Spigo Handball West Wien-Manager Wilhelm Doskocil gegenüber den Medienvertretern.
Juri Union Leoben
Juri Union Leoben geht nach dem Aufstieg 2008 in die zweite HLA-Saison. „Wir haben“, so Präsident Claus Hödl, „ein Lehrjahr hinter uns. Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht absteigen werden. Hoffentlich gelingt uns die eine oder andere Überraschung.“
UHC Goldmann Druck Tulln
Beim UHC Goldmann Druck Tulln hat man sich mit einem Platz unter den Top-6 nach dem Grunddurchgang das Ziel recht hoch gesteckt. Noch fehlt aber die spielerische Abstimmung. Der Konkurrenzkampf in der jungen Mannschaft sei bereits voll entbrannt. Tulln-Obmann Helmut Haas: „Ich hoffe, dass wir mit unserem schnellen Spiel in der Liga bestehen können.“
HC Linz AG
Der Klassenerhalt ist beim HC Linz AG das erklärte Saisonziel. „Bei uns hat ein kompletter Umbruch stattgefunden“, erläuterte Linz-Präsident Alfred Kropf. „Der neue Kader besteht hauptsächlich aus jungen Spielern. In der übernächsten Saison wollen wir dann das Meister-Playoff erreichen.“
ULZ Sparkasse Schwaz
Kaum Änderungen im Kader gab es hingegen beim ULZ Sparkasse Schwaz. „Wir konnten den gesamten Kader halten. Nach sechsten Plätzen in den beiden vergangen Saisonen peilen wir heuer eine Verbesserung an“, so Schwaz-Manager Klaus Hauser.
UHK Krems
Der UHK Krems hatte gleich zehn Abgänge zu verkraften, mehr als jede andere Mannschaft der Liga. Auch bei den Neuverpflichtungen liegt man an der Spitze. Krems-Obmann Stellvertreter Johannes Hammer: „Ich hoffe, dass wir trotz der vielen neuen Spieler rasch in die Gänge kommen. Das Ziel muss das Meister-Playoff sein.“
HIT Handball Innsbruck
Einen großen Aderlass musste auch HIT Handball Innsbruck hinnehmen. Die Erwartungen für die kommende Saison sind daher geringer als zuletzt. Für HIT-Manager Dieter Blasinger wäre schon „das Erreichen des MPO ein großer Erfolg“, da die Mannschaft umgestellt werden musste. „Ich rechne nicht damit, dass wir so weit vorne landen können wie in der Vorsaison.“
aon Fivers
Beim ÖHB-Cupsieger aon Fivers ist ein Titel das Ziel. „Am schönsten wäre natürlich der Meistertitel, den holten wir bisher noch nie“, erklärte Fivers-Manager Thomas Menzl, der an einen Vierkampf zwischen A1 Bregenz, Krems, West Wien und seinen Verein glaubt. Mit Vytas Ziura (Viborg) und Thomas Bauer (TV Kroischenbroich) haben die Fivers allerdings zwei prominente Abgänge zu verzeichnen. Menzl: „Ziura wird sicher schwer zu ersetzen sein.“ Als einzige Fivers-Neuverpflichtung kam Ibish Thaqi von Krems.
Alpla HC Hard
Gleich vier Legionäre gab Vorjahrsfinalist Alpla HC Hard ab. Der Aufbau musste komplett neu besetzt werden. „Wir versuchen, die jungen Spieler verstärkt einzubinden. Ziel ist ein Platz unter den Top-4. Das Feld ist enger zusammengerückt. Auch Bregenz hat aufgrund der Abgänge keine so einfache Ausgangsposition wie in den vergangene Jahren“, erläuterte Hard-Manager Hansjörg Füssinger.
A1 Bregenz
Bei HLA-Champion A1 Bregenz, stellte Manager Roland Frühstück klar, ist auch heuer der „Meistertitel das Ziel“. Allerdings mussten in der Defensive Veränderungen vorgenommen werden. U. a. wurde mit Goran Aleksic ein neuer Torhüter verpflichtet, nachdem ÖHB-Teamgoalie Nikola Marinovic zu Balingen abgewandert war. „Es wird spannend, ob wir eine so eine starke Defensive wie in der Vorsaison haben werden“, so Frühstück weiter.
HLA-Grunddurchgang, 1. Runde, Samstag
18 Uhr 30: HIT Handball Innsbruck Tirol - SG SPIGO Handball West Wien
19 Uhr: JURI Union Leoben - UHK Krems
19 Uhr: Alpla HC Hard - HC Linz AG
19 Uhr: UHC Goldmann Druck Tulln - A1 Bregenz Handball
19 Uhr: aon Fivers - ULZ Sparkasse Schwaz

