Der GROSSE Bruder

Gerhard Klinger

Google gilt als die erfolgreichste Suchmaschine der Welt und auch als Goldgrube für die Eigentümer. 

Täglich gibt es über 300 Millionen Suchanfragen, Google ist damit mit Abstand  die am häufigsten besuchte Webseite weltweit.

Geld verdienen kann man allerdings auch damit, über Google zu schreiben, wie es der österreichische Techno-Journalist Gerald Reischl getan hat.

„Die Google-Falle“ wurde innerhalb weniger Wochen zum absoluten Bestseller. Wenn wir in den scheinbar unendlichen Sphären des weltweiten Webs surfen, und über Google etwas suchen werden die Daten des Internet-Users  gespeichert und gesammelt.

Unser Klickverhalten, die von uns besuchten Websites werden aufgezeichnet, Google weiß dadurch zu jedem Zeitpunkt, wann jemand im Netz was getan hat. Diese Daten bilden die Grundlage für perfektes Direktmarketing.

Google kann über die Suchbegriffe einwandfrei nachvollziehen, wer sich für  welches Produkt oder welche Dienstleistung interessiert. Daraus ist es leicht ein User-Profil zu erstellen.

Glaubt man dem Autor Reischl, dann ist Google drauf und dran, sich zu einer unkontrollierbaren Weltmacht zu entwickeln.

George Orwells „big brother is watching you“, vor Jahrzehnten noch eine absurde Utopie, ist durch das Internet Realität geworden. Google ist durch das Suchverhalten der User das größte Detektivbüro der Welt geworden.

Die Angst vor dem „großen Bruder“ ist berechtigt, wenn wir bedenken, wie leichtfertig auch heute noch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in den USA, mit dem Datenschutz umgegangen wird …

www.googlefalle.com

 

Blickpunkt 216 vom 10. April 2008