21.03.2010 Wie erwartet: Doppelte Nullnummer der Kärntner

Nichts zu holen gab es für die beiden Kärntner Klubs HCK und SCF in den Handball-Play-offs. Der HCK stand gegen Tabellenführer West Wien auf verlorenem Posten, der SCF marschiert nach der Niederlage in Hollabrunn weiter Richtung Regionalliga.

Klagenfurt bleibt im Aufstiegs-Play-off ein heißer Boden, das musste auch Tabellenführer West Wien anerkennen. Hätten die Klagenfurter nicht ihre 100-prozentigen Chancen ausgelassen und so nebenbei noch fünf Siebenmeter vernebelt, auch die Wiener wären fällig gewesen. Doch der Tabellenführer erwies als äußerst humorlos, versuchte mit einer offensiven 3:3 Deckung den HCK unter Druck zu setzen und dann die tödlichen Konter zu fahren. Eine Taktik dir nur bedingt aufging, war auch nicht notwendig, bei der mangelnden Chancenauswertung durch den HCK. So war die Partie schon vorzeitig entschieden und die Wiener spielten routiniert die Partie nach Hause.

Wie man die Wiener knacken kann zeigte die Phase als beim HCK Pauli Wulz als Spielmacher eingesetzt wurde. Der flinke Linkshänder nutzte geschickt den freien Raum und war nicht nur zufällig bester Werfer seiner Mannschaft. Hätte er nicht vorher 60 Minuten in der U21 gespielt, es wäre noch mehr drinnen gewesen. Abseits des Spieles wurden die Weichen gestellt auf Funktionärsebene, wechseln doch mit Maxi Wagner und Michael Ouschan zwei HCKler in der nächsten Saison studienbedingt zu den Wienern.

Erster Verfolger von West Wien im Aufstiegs-Play-off ist Bärnbach/Köflach nach einem klaren Sieg im steirischen Derby über HC Seiersberg. Dean Pomorisac erzielte sechs Tore für die Bärnbacher. Ebenfalls überm Stich ist jetzt Schwaz nach einem Kantersieg über Tulln. Vierter ist überraschend Aufsteiger Stockerau, der einmal mehr enttäuschende Leobner besiegen konnte. Goran Pajicic warf vier Tore, Marko Jovetic ein Tor für die Steirer, bei denen der dritte Kärntner, Wolfi Fürstler weiterhin wegen einer Knieverletzung fehlte.

Als Tabellenführer zog der SC Ferlach ins Abstiegs-Play-off ein, nach der prognostizierten Niederlage bei Hollabrunn sind die Rosentaler in akuter Abstiegsgefahr. Der zu kleine Kader, die jahrelangen Fehler in der Personalpolitik und eine mysteriöse Viruserkrankung, an der momentan einige Leistungsträger leiden, sind die Hauptgründe für die rasante sportliche Talfahrt. Einziger Lichtblick in Hollabrunn war Bostjan Stusaj, der zwölf Tore erzielte.

Etwas Luft im Abstiegskampf verschafften sich Gänserndorf, Jörg Brugger und Gerfried Nagel blieben torlos, und St. Pölten, fünf Tore durch Flo Wulz, mit ihren klaren Heimsiegen gegen Linz und Bruck

Am nächsten Wochenende kommt es zum Duell der beiden als Topmannschaften ins Play-off gegangenen Teams. Ex-Leader SCF trifft auswärts auf den Ex-Zweiten Linz, dem aktuellen Tabellenletzten. Besser kann der Zufall nicht Regie führen. Das werden bittere Ostern für den SC Ferlach.