01.05.2010 Vorentscheidungen in den Länderkämpfen gegen die Steiermark

Der Tag der Arbeit wird für die beiden Kärntner Handballklubs zum Tag der Wahrheit. Sowohl der HCK im Aufstiegs-Play-off als auch der SC Ferlach im Abstiegs-Play-off müssen in der Steiermark. Beide Vereine sind zum Siegen „verdammt“. Während es beim HCK in Graz „noch“ um die Wahrung der rechnerischen Möglichkeit für einen Aufstiegsplatz geht, steckt der SCF in Bruck im Überlebenskampf.

Wer begleitet West-Wien und Schwaz in die HLA? Für die restlichen zwei Plätze haben sich drei steirische Klubs und der HCK als Anwärter angemeldet. IN Graz kommt es zum direkten Duell zwischen dem HC Seiersberg und dem HCK. Die Grazer sind ein erklärter „Lieblingsgegner“ der Klagenfurter, spielte doch Coach Michi Pontasch jahrelang in der Mur-Metropole. Im head-to-head in dieser Saison  steht es unentschieden. Die Grazer wollen unbedingt nach oben hatten aber im Play-off mitunter Probleme ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Der HCK hat in Tulln schon leichtfertig Punkte hergeschenkt und darf sich keinen Ausrutscher mehr leisten. Für beide Teams heißt es daher verlieren verboten. Das spricht für eine hektische Partie, in der die Taktik und der Psychokrieg eher im Vordergrund stehen als handballerische Leckerbissen. Nur wenn es dem HCK gelingt das Spiel zu verschleppen und Unruhe in die Grazer Mannschaft zu bringen ist ein Punktezuwachs möglich.

In den weiteren Spielen trifft West Wien auf Tulln, Leoben auf Schwaz und Stockerau auf Bärnbach/Köflach.

Der Schwanengesang des SC Ferlach geht wohl auch in Bruck weiter. Da trifft der Letzte des Grunddurchganges Bruck auf den Ersten den Grunddurchganges SCF. Dem Ferlacher Panik-Orchester ist es gelungen die fünf Bonuspunkte auf Bruck vergeigen, beide Klubs halten bei je zehn Punkten. Beide Vereine müssen gewinnen, denn dem Verlierer droht die Regionalliga. Dabei zählt Bruck zu den Angstgegnern der Ferlacher. Die rustikale Spielweise der Obersteirer liegt dem Rosentaler Edelballett nicht. Viel wird auch von den Schiedsrichtern abhängen, wie sehr sie das körperbetonte Spiel der Brucker tolerieren. Ferlach braucht endlich Ruhe auf der Bank und kein Chaos wie bei der Heimniederlage gegen Gänserndorf. Da waren gleich drei Betreuer, der dritte Tormann plus der Hallensprecher für das Tormanncoaching zuständig.

Spannung pur gibt es auch in den übrigen Partien Gänserndorf gegen Hollabrunn und St. Pölten gegen Edelweiß Linz. Tabellenführer Gänserndorf liegt nur zwei Punkte vor Schlusslicht Ferlach.