04.03.2010 Verlieren verboten, wieder „Endspiel“ für HCK

Jedes Spiel im Aufstiegs-Play-off ist ein Endspiel, zumindest so lange bis sich die Spreu vom Weizen getrennt hat, lautet ein ungeschriebenes, aber dennoch gültiges Gesetz im Handball. So auch am Samstag in der Partie zwischen dem HCK und dem HC Seiersberg in Viktring. Im Abstiegs-Play-off muss der SC Ferlach nach Gänserndorf zu „Gerfe“ und „Joschi“. Eine absolute Nullnummer für die beiden Kärntner Klubs ist nicht nur möglich sondern auch sogar wahrscheinlich.

Zwar hat sich der HCK bislang in den beiden Auswärtsspielen im Aufstiegs-Play-off bestens verkauft und letztlich in Stockerau einen Punkt geholt, doch in der Partie gegen die Grazer fällt bereit die Vorentscheidung welcher der beiden Klubs weiterhin berechtigte Chancen auf den Einzug in die HLA hat. Für beide Vereine heißt es verlieren verboten, aber mit einem Unentschieden ist auch keinem gedient. Die Grazer kommen mit dem Selbstvertrauen des Tabellenführers nach Klagenfurt. In den ersten beiden Spielen wurden HLA-Klubs besiegt, trotzdem haben die Steirer Respekt vor dem HCK speziell vor Branko Bedekovic, dem neuen HCK-Bomber. HC Seiersberg Manager Michael Schweighofer hofft auf einen Punktzuwachs gibt aber zu bedenken, dass „der HCK sehr gut gespielt hat in den beiden ersten Partien und es war in den letzten Jahren leistungsmäßig noch nie so eng wie heuer im Aufstiegs-Play-off, jeder kann jeden schlagen.“

Die weiteren Spiel im Aufstiegs-Play-off: Bärnbach/Köflach mit Dean Pomorisac trifft auf Stockerau, Schwaz mit dem Klagenfurter Franz Stefan Stockbauer empfängt Leoben mit den Kärntner Wolfgang Fürstler, Goran Pajicic und Marko Jovetic und Poldi Wagner gastiert mit West Wien bei den noch punktelosen Tullnern.

Nach der Pleite in St. Pölten muss der SC Ferlach im Abstiegs-Play-off wieder nach Niederösterreich, diesmal nach Gänserndorf. Beim HLA-Absteiger hängen die Punkte hoch, auch wenn die Marchfelder wochenlang die rote Laterne in der B-Liga trugen. Der Klub der beiden Ex-Ferlacher Gerfried „Gerfe“ Nagel und Jörg „Joschi“ Brugger hat zuletzt in Bruck gewonnen und ist wieder in Form gekommen. Die Ferlacher müssen Jugend-Nationalspieler Christopher Dovjak vorgeben, der sich im U19 Spiel gegen den HCK ohne Fremdeinwirkung verletzte. Diagnose: Kreuzbandriss, Saison vorbei …

Im Niederösterreichischen Derby trifft St. Pölten auf Hollabrunn. Die derzeit wohl beste Mannschaft im Abstiegs-Play-off St. Pölten ist klarer Favorit und der Kärntner Legionär Flo Wulz (beim HCK hauptsächlich nur Bankerlwärmer) will wieder an seine in den letzten Spielen gezeigten Topleistungen anschließen.