06.12.2009 Selbst Ferlach spielte für den „Verlierer“ HCK

Mit einer eher peinlichen als unglücklichen 30:39 Niederlage gegen Tabellenführer Bärnbach/Köflach verteidigte der HCK seinen vierten Tabellenplatz, da alle direkten Verfolger ebenfalls patzten und ihre Heimspiele verloren. Der SC Ferlach gewann überraschend in Bruck und leistete ebenfalls Schützenhilfe.

Für den HCK wird es im Kampf um einen Platz im Aufstiegs-Play-off langsam eng. Da sich allerdings die Verfolger St. Pölten gegen Hollabrunn, Edelweiß Linz gegen Seiersberg und auch Bruck gegen Ferlach ebenfalls nicht geplante Heimpleiten einstecken mussten stehen die Viktringer noch immer auf Platz vier.

Im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer hatten die Klagenfurter nur eine halbwegs gute Phase, als man nach dem Pausenpfiff den sieben-Tore-Rückstand fast egalisierte, auf 20:21 herankam. Doch dann war das Pulver verschossen, der Geist gebrochen den Bärnbachern nach dem Auswärtsunentschieden wieder ein Bein stellen zu können. Quasi ohne Abwehr lief der HCK in ein kleines Debakel. Die Schuld bei den kleinlich pfeifenden Schiedsrichtern zu suchen ist zwar legitim kann aber die Schwächen der Klagenfurter nicht übertünchen. Nur ein Tor vom Kreis, wobei Legionär Gregor Radovic eine Nullmeldung ablegte, nur ein Tor vom linken Flügel, da nutzten die 13 Tore der Linkshänder Florian Pontasch und Timon Wölcher wenig. Warum Trainer-Bruder Flo erst in den zweiten 30 Minuten zum Einsatz kam, Armin Bäck überhaupt keine Sekunde spielte, hatte wohl „taktische Gründe“, ebenso warum Oliver Andres und Toni Hribernig, beim Derby am letzten Samstag in Ferlach die Matchwinner, nur auf Einsätze im Sekundenbereich kamen.

Die Bärnbacher, die mit Goran Kolar und Armin Hrassnig auf zwei wurfstarke Standardspieler, verzichten mussten, kamen nur einmal ins Schwitzen, als nach dem Seitenwechsel „Sand“ ins Angriffsspiel des Tabellenführeres kam. Coach Christian Glaser experimentierte wieder einmal auf der Mitte-Aufbau-Position und somit bekamen die beiden Hauptwerfer Dean Pomorisac (9 Tore) und Matjas Krze (11 Tore) in dieser Phase keine verwertbaren Bälle.

Auffallend, dass der HCK die besseren Torleute hatte und trotzdem fast eine 40er-Packung kassierte.

Ohne Kreisläufer Jernej Korosec, der sich im U21-Derby gegen den HCK verletzte, und auch ohne Marin Sebalj (vereinsintern diszipliniert) gewann der SC Ferlach in Bruck überraschend mit zwei Toren. In einer offenen Partie entschied eine rote Karte das Spiel. Als in der 48. Minute, beim Stand von 22:22, Markus Jantscher die direkte rote Karte sah, nutzten die Ferlacher die Chance und zogen auf drei Tore davon. Mit diesem Auswärtssieg leisteten die Ferlacher Schützenhilfe für den HCK, denn Bruck hatte die Chance bis auf zwei Punkte an die Klagenfurter in der Tabelle heranzukommen.

Schon am Dienstag sollte es die nächste Bruder-Hilfe für den HCK geben. Der SCF empfängt den Tabellensechsten Edelweiß Linz, der sich ebenfalls noch Hoffnungen auf den vierten Platz machen darf. Der HCK muss nach Hollabrunn und sollte nach dem klaren Auswärtssieg der Waldviertler bei St. Pölten gewarnt sein.

 

Bundesliga (Dienstag) 14. Runde:

17 Uhr SC Ferlach - Sportunion Edelweiß Linz

17 Uhr Union s leasing St. Pölten - UHC interwetten Gänserndorf

18 Uhr  U.Weinv.Spk.Hollabrunn - HC kelag Kärnten

19 Uhr HSG Bärnbach/Köflach - HC Stadtwerke Bruck

19 Uhr HC Shoppingcity Seiersberg - UHC blueCard Stockerau