11.05.2010 Nur eine Runde der Vorgeplänkel

Die drittletzte Runde im Aufstiegs-Play-off am Christi Himmelfahrtstag wird wohl keine Vorentscheidung bringen, wer als Vierter Klub den Sprung in die HLA machen wird. Es ist zwar rechnerisch noch Einiges möglich, doch West-Wien, Schwaz und Bärnbach/Köflach dürfen bereits die Eintrittskarten für die nächste Saison in der HLA in Druck geben. Selbst das steirische Derby zwischen dem HC Seiersberg und Bärnbach/Köflach sieht nur auf den ersten Blick wie ein Schicksalsspiel aus, denn die Grazer dürfen sich keine Blößen mehr geben und die Weststeirer sind quasi durch. Da auch Leoben im Heimspiel gegen Stockerau voll punkten wird, ist die Vorentscheidung auf Samstag vertagt und da empfängt Seiersberg die Leobner. Dem HCK bliebt die Rolle als neutraler Zuschauer, denn bei West-Wien wird wohl nichts zu holen sein, zumal diese Partie laut Besetzung von zwei steirischen Schiedsrichtern geleitet wird. Ohne den beiden Unparteiischen nahetreten zu wollen oder ihnen Parteilichkeit zu unterstellen, die Optik ist nicht gut. Aber daran sind nicht Wolfgang Hiebl und Amel Kocic schuld, sondern der Besetzungsreferent, der in dieser Frage das oft zitierte Fingerspitzengefühl bei der Einteilung wohl nicht an den Tag gelegt hat. Der HCK ist in der Wiener Stadthalle nicht einmal Außenseiter, sondern sportlich absolut chancenlos, wenn es nach der sogenannten Papierform geht. Doch die Klagenfurter bauen wieder auf die ungeschriebene Handballweisheit, wir haben eh keine Chance, aber diese werden wir nutzen.

Da auch Schwaz beim Fixabsteiger Tulln punkten wird, bleibt die Dramatik für die letzten beiden Runden erhalten. Letztlich werden Schwaz und West-Wien mitentscheiden, welche Mannschaft als Vierter aufsteigen darf, wobei die drei noch ausstehenden steirischen Bruderkämpfe nicht unterschätzt werden dürfen.