28.03.2010 HCK und SCF eroberten die roten Laternen

In die nächste Doppelpleite taumelten HCK und SCF in der Handballmeisterschaft. Die HCK verlor im Aufstiegs-Play-off beim Tabellenletzten und vermeintlichen Fixabsteiger Tulln, der SCF beim Tabellenletzten des Abstiegs-Play-offs Edelweiß Linz. Damit haben die beiden Kärntner Klubs jeweils die rote Laterne übernommen.

Der HCK sah gegen die Niederösterreicher lang wie der sichere Sieger aus. Doch innerhalb von nur acht Minuten machte Tulln, gegen die in dieser Phase naiv spielenden Klagenfurter, aus einem 26:30 Rückstand ein 33:30 Führung, erzielten sieben Tore in Serie und hängten damit dem HCK die rote Laterne um. Einmal mehr wurde vor Augen geführt, dass die etablierten HLA-Klubs, dann wenn es um die big points geht, mit einem Bundesligisten Katz und Maus spielen können.

Im Kampf um die vier HLA-Plätze, mit denen der HCK in der in Tulln gezeigten Form nichts zu tun haben kann, sind in dieser Runde erste Vorentscheidungen gefallen. Neben den beiden HLA-Klubs West Wien und Schwaz, die ihre Heimaufgaben mit Siegen gegen Stockerau und Bärnbach mehr oder weniger souverän erledigten, werden wohl zwei steirische Klubs den Sprung nach oben schaffen. Aber HLA-Klub Leoben ist derzeit nicht dabei. Nach der Heimniederlage gegen den HC Seiersberg liegt die Truppe der drei Kärntner Marko Jovetic, Goran Pajicic und dem noch immer verletzten Wolfgang Fürstler, schon drei Punkte unter dem Strich.

Chaos herrscht in Aufstiegs-Play-off in der Karwoche. Während Bärnbach/Köflach und Seiersberg bereits am Gründonnerstag gegen West Wien und Leoben spielen, steht das NÖ-Derby zwischen Stockerau und Tulln am Karsamstag in Szene. Wann die Partie HCK gegen Schwaz ausgetragen wird ist noch unklar, auf einen Termin in der Karwoche konnte man sich nicht einigen.

Im Abstiegs-Play-off geht die Talfahrt des SCF munter weiter. Auch für die Rosentaler setzte es die dritte Niederlage in Serie. Als Tabellenführer mit fünf Bonuspunkten gestartet wurde der SCF ans Tabellenende durchgereicht. In Linz setzte es bei Edelweiß die schon obligate Niederlage, ob der SCF nach den Ostern wiederaufersteht, darf derzeit bezweifelt werden. Die vermeintlich schwächeren Mannschaften, aus der Sicht der Ferlacher Fixabsteiger haben in dieser Runde wieder gepunktet. Gänserndorf schlug auswärts St. Pölten und setzte sich an die Tabellenspitze und Bruck holte Hollabrunn von Platz eins. Bleibt die Frage, welche Mannschaft ist wirklich schwächer als der SCF? In Linz offenbarte sich einmal mehr das taktische Unvermögen der Kaczmarek-Truppe in der Abwehr. Deckungsarbeit ist bei vielen SCF-Akteuren ein Fremdwort, dazu fehlt es auch an einem erarbeiteten Defensivsystem, das den eher angriffsorientieren SCF-lern entgegenkommen würde.