19.02.2010 HCK ist nur Außenseiter

In den überregionalen österreichischen Handballmeisterschaften beginnt an diesem Wochenende die Phase der Entscheidungen. In drei Gruppen werden Meister, Aufsteiger und Absteiger ermittelt. Der HCK spielt im Aufstiegs-Play-off in die HLA mit sieben anderen Klubs um vier HLA Plätze. Der SC Ferlach geht als „Tabellenführer“ ins Bundesliga Abstiegs-Play-off und hat in der ersten Runde Heimvorteil gegen Edelweiß Linz. Der HCK muss zum Bundesligameister nach Bärnbach.

Im Aufstiegs-Play-off starten alle Klubs mit null Punkten, trotzdem wird es für die vier Teilnehmer aus der Bundesliga schwer gegen die vier Letzten der HLA zu bestehen, zu groß ist der Klassenunterschied. In den letzten Jahren schafften lediglich Schwaz und Leoben das Kunststück als Bundesligist aufzusteigen, allerdings auch nur weil zwei Etablierte „schwächelten“.

Wer ist nun in Reichweite der Bundesligisten? West-Wien und Schwaz sind als klare Favoriten einzustufen. Leoben hat sich mit dem ehemaligen SVVW-Spieler Marko Jovetic verstärkt und hat in den letzten Spielen aufsteigende Form erkennen lassen. Bleibt der UHC Tulln, dem man den Platz in der HLA streitig machen kann. Stockerau hat sich mit Deni Gasparov verstärkt, HC Seiersberg holte einen kroatischen Linkshänder, der im Vorjahr Junioren-Weltmeister wurde. Bleiben noch der HCK und Bärnbach/Köflach. Die weststeirische Spielgemeinschaft kämpft wie schon im Vorjahr in den Play-offs mit Personalproblemen. Nach Christian Offenbacher und Mathias Zirkl fällt nun Linkshänder Matjas Krze mit Kreuzbandriß, erlitten im Cupspiel gegen die Fivers, aus. Zudem ist auch Goran Kolar angeschlagen, der HCK hat also gute Chancen den Auftakt in die Play-offs ohne Niederlage zu überstehen.

Aufstiegschancen hat der HCK so gut wie keine. Zwar wurde mit Branko Bedekovic ein Top-Legionär verpflichtet, der die Klagenfurter erst ins Play-off schoss, aber selbst mit dem ehemaligen slowenischen Nationalspieler ist der HCK im Angriff zu leicht auszurechnen und die Deckung hat in der ersten 18 Spielen selten funktioniert.

Im Abstiegs-Play-off dürfte der SC Ferlach keine Probleme bekommen, zu schwach ist die Konkurrenz. Lediglich der Absteiger ist offen. Erster Anwärter ist Bruck. Gänserndorf, der Klub der beiden Kärntner Jörg Brugger und Gerfried Nagel, in der Meisterschaft rundenlang Schlusslicht, wird mit dem Abstieg nicht zu tun haben. Ebenfalls gefährdet St. Pölten mit dem Klagenfurter Flo Wulz und Hollabrunn. Wenigstens in der Abstiegsfrage ist Spannung angesagt.