22.05.2010 HCK blamierte sich in Schwaz

Endlich, die Entscheidung um den vierten Platz im Aufstiegs-Play-off ist gefallen. Nicht der HCK, der sich in Schwaz mit einem „40er-Brett“ abschlachten lassen musste, spielt nächste Saison in der HLA, sondern die Mannschaft, die erst am Mittwoch ihr Nachtragsspiel bestreitet Leoben, da auch der HC Seiersberg bei West-Wien die erwartete Niederlage bezog. Die Obersteirer bleiben somit in der HLA, obwohl sie bereits als Absteiger gehandelt wurden. Denn der HC Seiersberg schwächelte in der vorletzten Runde im direkten Heimduell mit den Leobnern. In der letzten Partie bei West-Wien waren einmal mehr die Seiersberger-Legionäre nicht die erwarteten Leistungsträger, nur drei Tore gingen auf das Konto von Krisztian Zeck und Andras Nagy, dafür machte Eigengewächs Maximilian Maier gleich zehn Tore. Die Nachtragspartie zwischen Leoben und Bärnbach/Köflach ist somit nur ein Freundschaftsspiel ohne Relevanz für die Meisterschaft.

Für den HCK endete die Meisterschaft mit einem Trauma. Wochenlang hatte Trainer Michael Pontasch in die Notizblöcke, der mehr als ahnungslosen, Kärntner Handballberichterstatter diktiert, dass der HCK Chancen auf die HLA hat. In der nur mehr theoretisch entscheidenden Partie in Schwaz stand „Mike“ ziemlich allein da. Gerade elf Spieler, darunter drei Tormänner, haben den Trip nach Tirol mitgemacht. Der Trainer selbst musste sich auf den Spielbericht schreiben. Die HCK U21 ist in Schwaz gar nicht antreten, es waren keine Spieler zur Abfahrt erschienen, dabei hatte der HCK erstmals in dieser Saison einen großen Bus organisiert. Der HCK kann sich allerdings trösten mit der Tatsache, dass es diesmal im Aufstiegs-Play-off mit Stockerau und Tulln zwei schlechtere Vereine gegeben hat und, dass man erstmals in der Endabrechnung einen HLA-Klub mit Tulln hinter sich gelassen hat.

Wie es jetzt im Kärntner „Spitzenhandball“ weitergehen wird, die Zukunft wird es weisen. Der SC Ferlach, als Absteiger aus der Bundesliga, und der Möchtegern-HLA-Klub HCK werden wohl fusionieren  bzw. eine Spielgemeinschaft eingehen müssen. Der HCK braucht dringend eine Heimhalle, da die Viktringer Turnsäle endlich saniert werden müssen und daher monatelang nicht zur Verfügung stehen. Der SC Ferlach wird sich wohl in der Regionalliga seine Söldner nicht mehr leisten können hat aber eine bundesligataugliche, neu renovierte Halle. Spannung verspricht auf alle Fälle das Aufeinandertreffen der von SCF-Obmann Walter Perkounig sen. und HCK-Alleinunterhalter Mike Pontasch. Im Notfall kann man ja auf den recht erfolgreichen Kärntner Nachwuchs zurückgreifen. Die Auswahl des Jahrganges 1994 hat es geschafft sich sogar hinter Salzburg beim Bundesländercup zu platzieren.