27.02.2010 Gleich dreimal gegen Niederösterreich

Von den insgesamt drei Kärntner Klubs in den österreichischen Handball-Bundesligen müssen gleich zwei an diesem Wochenende auswärts antreten. Der HCK spielt im Aufstiegs-Play-off in Stockerau, der SC Ferlach gastiert im Abstiegs-Play-off in St. Pölten, lediglich die SG witasek Kärnten hat in den Damen Bundesliga Heimvorteil gegen Korneuburg. Alle drei spielen gegen niederösterreichische Vereine.

Ohne Druck geht man beim HCK ins Spiel gegen Stockerau. Vorbei sind die Zeiten in denen die Klagenfurter lautstark und großspurig ihre Aufstiegsambitionen kund getan haben. Realismus statt Hochstapelei ist angesagt quasi nach dem Motto, „wir haben keine Chance, aber die werden wir nutzen“. Der Aufsteiger aus Niederösterreich gilt als heimstark und hat zum Play-off Auftakt etwas überraschend einen Punkt in Schwaz geholt. Dabei hat speziell Neuzugang Deni Gasperov als Werfer zu gefallen gewusst. Zum absoluten Schlager kommt es Wien in der Partie West-Wien gegen Bärnbach/Köflach. Ein echter Leistungsvergleich zwischen HLA und Bundesliga. Trotz ihres Neuzuganges Dejan Dobardzijev werden die Weststeirer wohl die Punkt in der Bundeshauptstadt lassen müssen. Das Abstiegsgespenst zu Gast ist in der Partie zwischen Leoben und Tulln. Beide HLA Klubs haben ihren Play-off Start verhaut und müssen punkten um nicht den Anschluss zu verlieren. In Graz versucht HC Seiersberg nach dem Auswärtserfolg in Tulln mit Schwaz den nächsten HLA-Klub zu besiegen. Erstmals wird der kroatische Linkshänder Oleg Polanec der Steirer vor heimischem Publikum spielen.

Punktezuwachs hat der SC Ferlach angemeldet. Aber wie schon so oft werden die Rosentaler wahrscheinlich wieder einmal auf den Boden der Realität geholt werden. St. Pölten ist jene Mannschaft die vor einer Woche in Gänserndorf mit plus 11 gewonnen hat und in St. Pölten hat es auswärts im Grunddurchgang eine zwar knappe aber dennoch eine Niederlage gegeben. Vorentscheidenden Charakter in der Abstiegsfrage hat die Partie Bruck gegen Gänserndorf. Mit einer weiteren Niederlage wäre Gänserndorf wieder voll im Abstiegskampf und Dauerabonnent auf die rote Laterne.

Echter Favorit ist die SG witasek Kärnten in der Damenbundesliga. Am Sonntag empfängt die Spielgemeinschaft in Feldkirchen um 17 Uhr Korneuburg. Im Hinspiel gab es auswärts einen Sieg mit zwei Toren, ein Sieg ist daher nicht Pflicht sondern auch im Kampf um den Aufstieg dringend notwendig.