21.02.2010 Erwartete Niederlage und Pflichtsieg

Mit einigen Überraschungen endeten die Spiele der ersten Play-off Runde in den österreichischen Handball-Ligen. Davon unberührt blieben die Kärntner Klubs. Der HCK verlor im Aufstiegs-Play-off beim Bundesligameister in Bärnbach nur knapp aber doch und der SC Ferlach feierte im Abstiegs-Play-off seinen Pflichtsieg gegen Edelweiß Linz.

Unter Zugzwang war Bundesligameister HSG Bärnbach/Köflach nach dem Ausfall von Legionär Matjas Krze, er verletzte sich in der Cup-Partie gegen die Fivers am Kreuzband und kann in dieser Meisterschaft nicht mehr eingesetzt werden. Kurz vor Transferschluss wurde aus Ungarn der Serbe Dejan Dobardzijev geholt. Und der 33-jährige feierte gegen den HCK ein gelungenes Debüt. Mit acht Toren und zahlreichen Assists war er einer der Matchwinner gegen die Klagenfurter, die aufopfernd kämpften aber letzten Ende ohne Punkt dastanden. Der HCK spielte beherzt mit obwohl sich ihr Hauptwerfer mit Branko Bedekovic einer hautnahen Deckung abfinden musste und überhaupt nicht in Spiel kam. Trotzdem versuchten Jochum und Co. die Partie offen zu halten. Die Vorentscheidung fiel innerhalb von 36 Sekunden in der 48. Minute. Die Weststeirer nützten beim Stand von 21:21 in einer numerischen Überlegenheit einen Zweitore-Vorsprung herauszuholen.

Kaum Probleme hatte der SC Ferlach im Heimspiel gegen Edelweiß Linz. Obwohl der erste Verfolger der Rosentaler in der zweiten Spielhälfte immer wieder knapp herankam und auch mehrmals den Ausgleich schaffte, der Sieg der ferlacher stand eigentlich nie in Frage. Herausragend in diesem Spiel Bostjan Stusaj der gleich 16 Tore für den SCF erzielte.

Für die Überraschungen sorgten im Abstiegs-Play-off Bruck und St. Pölten mit unerwarteten Auswärtssiegen. Gänserndorf erwischte im Heimspiel gegen St. Pölten einen rabenschwarzen Tag und kam gegen die wie aus einem Guss spielenden Landeshauptstädter mit minus Zehn arg unter die Räder. Bei den mannschaftlich geschlossen auftretenden St. Pöltnern konnte Neuzugang Florian Wulz (früher HCK und SVVW) einmal mehr beweisen was in ihm steckt. Mit sieben Toren, davon zwei aus Siebenmetern hatte er maßgeblichen Anteil am Sensationssieg.

Für eine Überraschung sorgte auch Schlusslicht Bruck mit dem Sieg in Hollabrunn. Damit ist der Abstiegskampf voll entbrannt und plötzlich Gänserndorf wieder Schlusslicht.

Im Aufstiegs-Play-off war es ebenfalls einem steirischen Team vorbehalten für eine Sensation zu sorgen. HC Seiersberg gewann in Tulln, wobei Neuzugang, der kroatische Junioren-Europameister Oleg Polanec drei Tore beisteuerte. Eine halbe Überraschung gelang Stockerau mit dem Unentschieden in Schwaz. Neuzugang Deni Gasperov war mit sieben Toren gleich erfolgreichster Werfer der Stockerauer.

Gleich vier Kärntner waren in der Partie West-Wien gegen Leoben engagiert. Die Wiener landeten eine ungefährdeten Sieg wobei sich Poldi Wagner mit zwei Toren in die Werferstatistik der der Bundeshauptstädter eintragen konnte. Für Leoben warfen Marco Jovetic und Goran Pajicic je sechs Tore. Ein Treffer ging auf das Konto von Wolfi Fürstler.

Ohne Torerfolg blieben in der HLA die beiden Kärntner Marian Klopcic (Bregenz) und Florian Laggner (Fivers). Beide blieben allerdings ungeschlagen. Bregenz siegte in Hard, die Fivers ertrotzten in Linz ein Remis.