28.02.2010 Erster Play-off Punkt für HCK, SCF gedemütigt

Spannend und ausgeglichen verlaufen die Play-offs in der Handball Herren Bundesliga. Der Kampf um die vier HLA-Plätze ist voll entbrannt und auch das Rennen gegen den Abstieg ist spannend wie schon Jahre nicht. Mitten drin die beiden Kärntner Klubs HCK und SCF. Die Klagenfurter haben nach dem Auswärts-Unentschieden in Stockerau Aufstiegschancen, die Ferlacher nach der Pleite in St. Pölten den Klassenerhalt noch nicht in der Tasche.

Übrigens für den einzigen Kärntner Sieg an diesem Wochenende sorgten die Damen von SG witasek Kärnten mit dem erwarteten Heimerfolg gegen Korneuburg. Der Länderkampf gegen Niederösterreich endete unentschieden: ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage. Für das negative Torverhältnis sorgten allein die Ferlacher.

Nach zwei Runden heißt der mehr als überraschende Tabellenführer im Aufstiegs-Play-off  HC Seiersberg. Die Grazer gewannen auch die zweite Partie gegen einen HLA-Klub, diesmal gegen Schwaz (mit dem Klagenfurter Franz Stockbauer), nach mehr als knapper Partie mit zwei Toren.

Der HCK holte durch ein taktisches last-second-Tor von Flo Pontasch noch einen Punkt in Stockerau. Hauptverantwortlich dafür, dass man auswärts ungeschlagen blieb, war aber das Tormann-Duo Nino Pavelic und Mathias Lippitsch, das zahlreiche Würfe der Niederösterreicher, darunter gleich fünf Siebenmeter unschädlich machte.

Im absoluten Spitzenspiel der Runde trennten sich West-Wien und Bärnbach/Köflach Unentschieden, zur Halbzeit führten die Wiener noch mit drei Toren. Eine Schwächephase von der 40. bis zur 44. Minute (0:5) brachte die Bundeshauptstädter an den Rand einer Heimniederlage. Bei West-Wien erzielte der Kärntner Poldi Wagner drei Tore (bei vier Strafminuten), im Dress der Steirer scorte der Klagenfurter Dean Pomorisac fünf Treffer.

14 Tore durch Kärntner gab es in der Partie Leoben gegen Tulln. Marko Jovetic 7, Goran Pajicic 5 und Wolfi Fürstler 2 waren maßgeblich am Heimsieg der Obersteirer beteiligt.

Das Selbstbewusstsein des Tabellenführers im Abstiegs-Play-off SC Ferlach hielt in St. Pölten gerade mal starke zehn Minuten. Ab diesem Zeitpunkt zog St. Pölten auf und davon. Mitunter lagen die Rosentaler bereits mit 15 Toren hinten. In blendender Wurflaune bei den St. Pöltnern war einmal mehr der Klagenfurter Flo Wulz mit sieben Toren aus sieben Versuchen. Ferlach ist zwar mit fünf Bonuspunkten ins Rennen gegangen, aber in dieser Form und in dieser quantitativen personellen Besetzung (nur 15 Spieler für zwei Mannschaften wie Absteiger SVVW in der Vorsaison) ist die Abstiegsgefahr noch nicht gebannt.

Hollabrunn gewann gegen die inferioren Linzer auswärts und auch Gänserndorf holte relativ klar beide Punkte in Bruck. Damit ist es in der Tabelle wieder ganz eng geworden. Zwischen Ersten (SCF) und Letzten (Bruck) sind nur fünf Punkte Unterschied.